Alerta Antifascista in Mitte - Demo zur Solidarität mit AntifaschistInnen in Russland und der Ukraine

demo1Ungefähr 100 AktivistInnen haben heute, am Freitag, 3.7. vor den Botschaften der Ukraine und Russlands gegen die zunehmende Repression in beiden Ländern gegen antifaschistische und andere soziale Bewegungen protestiert.

Dazwischen lief eine kleine aber feine Demo durch Mitte, wo sie dank fescher Musik, erklärender Durchsagen aus dem Lauti und vieler Transpis auf relativ großes Interesse der zahlreich anwesenden TouristInnen und anderer Mitte-GängerInnen stieß, denen dank Flugblättern auf Deutsch und Englisch auch noch einiges an Hintergrund zur Demo mit auf den weiteren Weg gegeben werden konnte.

Zwar verzögerte sich der Anfang der Demo wegen eines sehr nassen Wolkenbruchs um 20 Minuten. BriefübergabeSobald aber die Sonne wieder, und dann auch ohn' Unterlass, schien, versammelten sich die AktivistInnen, überwiegend aus dem Antifa-Spektrum, vor der Ukrainischen Botschaft. Bei der Auftaktkundgebung dort gab es einen ersten Redebeitrag, der die Hintergründe zum „Fall Odessa“ erläuterte – im April mussten sich AntifaschistInnen dort gegen einen tätlichen Angriff einer dreifachen Überzahl von Neonazis wehren, bei dem einer der Faschos so stark verletzt wurde, dass er später starb. Einen entsprechenden Beitrag gab es auch auf Ukrainisch. Auch ein Brief an den Präsidenten Juschtschenko wurde verlesen, in dem dessen einseitige, skandalöse Stellungnahme zu dem Fall kritisiert wurde. Juschtschenko hatte behauptet, die in Notwehr erfolgte Tat sei ein gezielter Mord gewesen, und die Sicherheitsbehörden zu Ermittlungen gegen die angeblich von Russland gesteuerte Organisation Antifa aufgefordert. Der Brief wurde dann an einen Vertreter der Botschaft, der tatsächlich auf der Strasse erschien, live übergeben. Dieser zeigte sich sehr aufgeschlossen und interessiert und sicherte zu, der Brief werde dem Presseattaché zugeleitet, ins Ukrainische übersetzt und an den Adressaten Präsident Juschtschenko auf jeden Fall weitergeleitet.

Auf dem Weg Richtung Botschaft Russlands Unter den Linden gab es dann Hintergrundinformationen zur Situation sozialer Bewegungen in Russland, insbesondere auch nochmal zum Fall von Artyem Loskutov, einem kritischen Künstler, der in Novosibirsk wegen untergeschobenen Drogen und angeblichem Extremismus verfolgt wird. Dabei wurde auch die Praxis der sogenannten „E-Zentren“ (wobei E für Extremismus steht) kritisch beleuchtet.

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Die krasse Situation von linken Bewegungen in Russland, insbesondere der meist jüngeren Antifas, machen die letzten Nachrichten aus Moskau wieder einmal tragisch deutlich – Mitte dieser Woche wurde ein aktiver Antifa von bekannten Nazis auf der Straße vor seinem Haus ermordet.

 Wir haben mit dieser Demo auch an Ilya gedacht und hoffen, unsere Solidarität erreicht seine Familie, FreundInnen und GenossInnen.

Zum Abschluss wurde vor der russischen Botschaft nochmal der Aufruf zur Demo auf Russisch verlesen, um eine deutliche Botschaft an deren „Insassen“ zu senden – AntifaschistInnen, linke AktivistInnen überall werden nicht eher ruhen, als bis die Repression gegen soziale Bewegungen in Russland aufhört, die Extremismus-Zentren abgeschafft werden, dem rechten Terror ein Ende gesetzt wird, und damit der Weg für eine bessere Gesellschaft und ein schöneres Leben mal wieder ein Stück breiter und offener wird!

 

 

Antifaschismus ist kein Verbrechen!  

Фашизм не пройдет! No pasaran! Kein Faschismus - nirgends!

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Comments

antifa.ru

excellent!


zum brief

ja ma hoffen das der brief bei Präsident Juschtschenko ankommt.

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