

Die erste offizielle Anhörung in dem Prozess gegen die Menschenrechtleren, Anastasia Denisova, fand am 22. März 2010 um 10 Uhr statt. Anastasia Denisova wurde wegen „illegaler Verwendung von nicht lizensierter Software durch eine Person, die eine offizielle Position innehat” und „der Erstellung von Computerschadprogrammen“ angeklagt. Wenn sie diesbezüglich für schuldig befunden wird, drohen ihr bis zu neun Jahren Gefängnisstrafe und eine Geldstrafe von bis zu 700000 Rubeln (etwa 17400) Euro.
MINSK, January 19, 2010 (Gay Russia) – Minsk City Court today dismissed the appeal of two Belarusian gay activists against the decision of the local court, which held them responsible for organising an unsanctioned picket in front the Iranian Embassy in Minsk last December. Read further on ukgaynews: http://www.ukgaynews.org.uk/Archive/10/Jan/1901.htm
An international campaign has been launched for the release of Valentin Urusov, a Russian miner framed up and imprisoned after recruiting workmates to a union.
Urusov, an employee of Alrosa, the diamond mining company, is serving six years’ hard labour for an obviously fabricated offence (possession of drugs).
Urusov was singled out for attention by the authorities after an industrial dispute in July last year at Alrosa’s mine in Udachny, in Yakutiya, eastern Siberia, where he works.
In Ischewsk (Russland) versuchen die Mitarbeiter des Zentrums gegen den Extremismus (Zentrum „E“) ein Gerichtsverfahren gegen die Ischewsker AntifaschistInnen zu verfälschen. Artjom Achmetzjanow, Mitarbeiter des Zentrums, hat einer Antifaschistin beim Verhör direkt gesagt: „Wir wollen, dass du im Knast landest“.
Am 4. August bestätigte das St. Petersburger Strafgericht die Verurteilung des Antifaschisten Alexej Bytchin in zweiter Instanz. Die Anhörung dauerte keine 10 Minuten.
Bytchin wurde am 8. Mai dieses Jahres zu fünf Jahren Freiheitsstrafe wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung verurteilt, wegen Einsatzes eines Messers gegen zwei Männer im letzten Jahr. Bytchins Aussage zufolge handelte er in einer Notwehrsituation.
Der folgende Aufruf ist uns zugegangen, wir dokumentieren ihn hier:
Am letzten Sonntag, dem 19.07.09, fand eine spontane Kundgebung als Reaktionauf den Mord anNatalia Estemirowa statt. Wir sind nach wie vor über den Mord empört.
Natalja Estemirowa, die bekannte russische Menschenrechtlerin wurde am 15. Juli tot in Inguschetien aufgefunden. Ihr Körper wies Schussverletzungen an Kopf und Brust auf. Am Morgen desselben Tages war sie in Tschetschenien vor ihrem Haus in Grozny entführt worden.
In der Nacht vom 8ten auf den 9ten April 2009 gegen 0.30Uhr wurden in Warschau zwei junge tschetschenische Männer Opfer eines rassistischen Übergriffs durch die Polizei. Als sie zwei Männern zur Hilfe eilen wollten, die vor ihrem Haus zusammengeschlagen wurden, entpuppten sich die Schläger als Zivis. Die beiden jungen Männer Selimkhan und Alik wurden auch auf den Boden geworfen, geschlagen und getreten. Danach wurden sie mit zur Wache genommen und dort weiter misshandelt. Nach 48 Stunden wurden sie freigelassen.
Ungefähr 100 AktivistInnen haben heute, am Freitag, 3.7. vor den Botschaften der Ukraine und Russlands gegen die zunehmende Repression in beiden Ländern gegen antifaschistische und andere soziale Bewegungen protestiert.
Am 17 April griffen fünfzehn Nazi-Skinheads in Odessa fünf Antifaschisten mit Steinen und Flaschen an. Um sein Leben zu verteidigen, setzte dabei einer der "Antifas" sein Messer ein. Dabei erlitt der Nazi-Skinhead Maxim Tschajka eine lebensbedrohliche Verletzung. Die notwendige ärztliche Hilfe kam zu spät und er verstarb im Krankenhaus. Wäre kein Widerstand in dieser drastischen Form geleistet worden, ist davon auszugehen das die Antifas ihr Leben hätten nicht schützen können.