

Dies ist ein Aufruf, sich einer internationalen Kampagne für die Freiheit von Valentin Urusov, einem russischen Bergarbeiter, anzuschliessen. Er wurde unter falschen Anschuldigungen inhaftiert, nachdem er Kollegen überzeugt hatte, in die Gewerkschaft einzutreten.
Urusov, ein Angestellter des Diamantenkonzerns Alrosa, ist unter ganz offensichtlich gefälschten Beschuldigungen (Drogenbesitz) zu 6 Jahren Arbeitslager verurteilt worden.
Er wurde nach einem industriellen Konflikt im Juli 2008 in der Alrosa-Mine in Udachny, Jakutien (Ost-Sibirien), wo er beschäftigt ist, zum Opfer der Aufmerksamkeit der Behörden.
Nach langen Protesten gegen schlechte Arbeitsbedingungen wurde eine neue Organisation ins Leben gerufen und eine Protest-Hungerstreik initiiert. Als Reaktion willigte das Management ein, ein Verhandlungskomitee von Gewerkschaft und Unternehmensleitung zu gründen.
Am 3. September 2008, zwei Tage bevor das Komitee über seine Arbeit berichten sollte, wurde Urusov, der als Sprecher der Bergleute fungierte, verhaftet. Er wurde zu Hause festgenommen und illegal und zwangsweise 60 km weit weg transportiert, wobei er mit einer Feuerwaffe bedroht wurde.
Polizeibeamte durchsuchten seine Wohnung, während er in Haft war, und "fanden" dort Drogen. Er wurde am 26.Dezember 2008 vom Mirinsker Distrikt-Gericht für schuldig befunden und zu einer Haftstrafe verteilt.
Gewerkschafter aus der ganzen Welt schickten Protestschreiben nach Jakutien. Am 12.5.2009 kassierte der Oberste Gerichtshof der Republik Jakutien aufgrund von Verfahrensfehlern das Urteil und Urusov wurde auf Kaution aus der Haft entlassen - ein seltener Sieg in Russlands Gerichtssystem.
Die illegale und äusserste fragwürdige Charakter der Ermittlungen wurde weithin publiziert, und ein Straverfahren wurde gegen den Beamten eingeleitet der die Untersuchung geleitet hatte.
Dessen ungeachtet bestätigte das Mirinsker Gericht am 26. Juni 2009, als der Fall erneut verhandelt wurde, das ursprüngliche Urteil und die sechsjährige Haftstrafe. Urusovs Rechtsanwalt sagt, das Gericht sei vom Alrosa-Management beeinflusst worden. Haupteigentümer des Unternehmens ist die Regionalverwaltung von Jakutien.
Die wichtigsten unabhängigen Gewerkschaften Russland und führende Menschenrechtsaktivist_innen setzen sich für Urusov's Freilassung ein und rufen Gewerkschafter_innen international auf, bei der Regierung Protest einzulegen.
Sie betonen, dass dies der erste wichtige Fall im post-sowjetischen Russland ist, in dem ein Gewerkschaftsaktivist unter Vorwand zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde.
Eine Gruppe von Gewerkschaftsaktivist_innen in London hat am 15.10.2009 eine Kampagne initiiert, die sich in erster Linie an britische Gewerkschaften richtete und sie dazu aufforderte,
* an Präsident Dmitry Medvedev zu schreiben unter der Adresse: at the Presidential Administration, Ilyinka Street No. 23,
103132 Moscow, Russia, und Urusovs Freilassung zu fordern
*Kopien solcher Protestschreiben and das Institut für Kollektive Aktion in Moskau unter info@ikd.ru zu schicken sowie an die Londoner Kampagnengruppe unter free.urusov@googlemail.com.
BETEILIGT EUCH AN DER KAMPAGNE FÜR FREIHEIT FÜR VALENTIN URUSOV!
Es gibt eine Facebook-Gruppe der Kampagne, wo auch ein Briefentwurf an den Präsidenten und Flugblätter zu finden sind (alles auf Englisch).
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